Presse

 

Februar 2017

 

Nominierung für den Förderpreis 2017

der besten LiedermacherInnen der LIEDERBESTENLISTE

auf www.liederbestenliste.de ist zu lesen:

 

Loose fit – das ist ein Modeschnitt bei Jeans, der nicht so eng anliegt – locker und lässig eben. Googelt man „Loosefit“ zusammen geschrieben, landet man bei einem Chanson-Duo aus Berlin, das gerade ein ebenso erfrischendes wie berührendes Debütalbum vorgelegt hat. Zwei Frauen singen über die Hochs und Tiefs der Liebe, auch und besonders der zwischen Frauen, über Datingportale im Internet oder über die perfide Gleichzeitigkeit des Lebens, bei der man selbst gerade gut drauf ist, während andere leiden. Sie tun das ehrlich und ohne moralischen Zeigefinger. Ihre Lieder atmen das Lebensgefühl der Großstadt. Der Ton changiert zwischen selbstironischer Lässigkeit und resignativer Wehmut. Die beiden bieten klassisches Chanson in zeitgemäßem Sound: ohne überladene Arrangements, aber mit treffsicheren Zutaten vom Drum-Computer über die Melodica bis zur Klarinette. Das wichtigste Pfund aber ist die Stimme von Caspar Gutsche, rauchig und herzerwärmend zugleich. Ihre tiefen Frequenzen erzeugen Gänsehaut. Dazu die eleganten und eingängigen Kompositionen von Pianistin Karolin Roelcke. Da passt alles – wie bei gutsitzenden Jeans eben.

 

 

und auch im Februar 2017:

 

Empfehlung in der Kategorie "Lied"

der LIEDERBESTENLISTE für unser Lied: "Die Hoffnung stirbt im Netz"

Rezension von Michael Lohse (WDR)

auf www.liederbestenliste.de ist zu lesen:

 

»Die Hoffnung stirbt im Netz«. Ein geniales Wortspiel, bei dem man sich fragt, warum vorher noch keiner darauf gekommen ist. Loosefit haben ein Lied geschrieben über die Schattenseiten des Internets. Das Ergebnis ist weder Blödel-Song noch moralinsaure Anklage. Das kreative Berliner Frauen-Duo findet einen ganz eigenen Ton zwischen selbstironischer Lässigkeit und resignativer Wehmut. Dabei böte das Thema Sex im Internet reichliche Vorlagen für süffisante Anspielungen oder voyeuristisch-heuchlerische Distanzierung. All das umschiffen Loosefit, indem sie einfach von sich singen: „Ich habe mich im Netz verloren, Liebe finden war mein Ziel.“ Das erfordert Mut. Ja, das Internet mit seinen Dating-Portalen, Partner-Foren und Porno-Seiten hat Suchtfaktor, kann zur Droge werden, zum runter ziehenden Zeitfresser. Es tötet romantische Träume und verführt zu asozialem Verhalten: „Verloren im Netz gilt kein Gesetz, virtuell und vor allem schnell.“

 

Wo alles geht, ist alles egal. Die große Freiheit des Internets erweist sich als Fluch. Diese Erfahrung übertragen Loosefit auch auf andere Lebensbereiche: Das Internet lähmt die eigene Kreativität, weil es scheinbar alles schon gibt. Da kann man es ja gleich lassen. Vor allem ist im Netz ein beängstigender rechtsfreier Raum entstanden. Dort findet Radikalisierung statt im Namen von Religionen und Ideologien: „Im Netz wirst Du zum Patriot, forderst digital den Tod, weil andere stets anders sind, das Paradies gewinnt.“

 

Die Musik passt sich dem Sujet an mit coolem Drum-Computer und funkigen Keyboard-Sounds. Getragen wird das Ganze jedoch von Caspar Gutsches tiefer Stimme, die einen sofort gefangen nimmt. Dieser Stimme glaubt man einfach, weil man hört: Da hat jemand gelebt. Die ausgefeilten Arrangements von Pianistin Karolin Roelcke schmiegen sich an wie eine gut sitzende Jeans – Loosefit eben. So jedenfalls nennt sich das vor gut zwei Jahren gegründete Chanson-Duo, weil zwischen den beiden sofort alles passte. Ihr Debut-Album ist randvoll mit originellen und eingängigen Nummern, die das Lebensgefühl der Großstadt atmen und den Zeitgeist reflektieren. 

 

 

 

Präsentiert vom Deutschsprachige Musik e. V. mit Unterstützung von FOLKER,

dem Magazin für Folk, Lied und Weltmusik [www.folker.de] und concerto,

Österreichs einzige Publikation für Jazz, Folk, Blues und World Musik [www.concerto.at]. 

Mehr Informationen: www.liederbestenliste.de

 

 

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